Reiner-Sontheimer-Steg fertiggestellt

Brückenelement in Fachwerkoptik

Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht. Die aufwendig geplante und technisch sehr anspruchsvolle Brückenkonstruktion wurde erfolgreich fertiggestellt und steht nun bereit für den nächsten Schritt: den Schwertransport nach Gernsbach, den Aufbau des Großkrans vor Ort und danach das präzise Einheben und Montieren des Stegs.

Allerdings ist der Transport derzeit noch nicht möglich. Die Anlieferung und die damit verbundenen sehr aufwendigen Transportgenehmigungen werden insbesondere durch Baustellen auf den vorgesehenen Autobahnstrecken erheblich erschwert. Der Schwertransport des rund 60 Meter langen Brückenelements kann daher aktuell noch nicht wie geplant durchgeführt werden.

Die moderne Geh- und Radwegbrücke wurde mit einer Spannweite von 64,85 Metern und einer lichten Breite von 3,50 Metern als hochkomplexes Ingenieurbauwerk umgesetzt. Trotz der technischen Herausforderungen konnte die Fertigung nun abgeschlossen werden.

Besonders hervorzuheben ist die konsequente Aluminium-Bauweise. Der Steg wurde vollständig aus der hochfesten Legierung gefertigt, was eine sehr gute Kombination aus geringem Eigengewicht, hoher Tragfähigkeit und ausgezeichneter Korrosionsbeständigkeit ermöglicht. Damit ist das Bauwerk auf Langlebigkeit und geringen Wartungsaufwand ausgelegt. Die Kosten für die Erstellung des Steges werden zu 10% von der Stadt Gernsbach und zu 90% von der Krause-Gruppe übernommen.

Die Tragstruktur besteht aus Fachwerkträgern, die eine effiziente und zugleich schlanke Konstruktion ermöglichen. Der Brückenbelag aus Aluminium-Begehplanken übernimmt nicht nur die Verkehrsfläche, sondern trägt auch zur Aussteifung des Gesamtsystems bei.

Der Steg ist für den Fuß- und Radverkehr sowie für ein Pflegefahrzeug des Bauhofs bis 3,5 Tonnen ausgelegt und erfüllt die aktuellen europäischen Normen und wird die Altstadt mit dem Wörthgarten sowie in der weiteren Fortfolge mit dem Bahnhof verbinden. Bis die Straßenbaumaßnahmen und die Entwicklung des weiteren Bauabschnitts im Bereich „Im Wörthgarten“ umgesetzt worden sind, wird der Steg auf der östlichen Murgseite aus Sicherheitsgründen zunächst ausschließlich über den bestehenden Weg an der Bleichstraße angebunden werden.