
13.9.: Dorf- und Stadtgeschichte vor Ort entdecken
Tag des offenen Denkmals
Historische Gebäude wirken oft vertraut und bergen gleichzeitig ihre Geheimnisse. Am Sonntag, dem 13. September, dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals, laden Initiativen und Vereine in Gernsbach, Obertsrot und Reichental dazu ein, Geschichte hautnah zu erleben.
Der Arbeitskreis Stadtgeschichte und das Stadtarchiv bitten zu einem Besuch der Restauration Brüderlin in die Hauptstraße 3. Zwischen 14 und 17 Uhr ist nicht nur Gelegenheit, eine besondere Tradition der Gastlichkeit wieder zu erleben. Bei den angebotenen Führungen geht es tief hinunter in den Untergrund. Dort warten spätmittelalterliche Gewölbekeller, einstige Außenmauern früherer Gebäude und selbst ein gemauerter Brunnen auf Entdeckung.
Die Zehntscheuern in der Amtsstraße 7-9 sind zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Fachkundig geleitete Rundgänge um 11 und 15 Uhr führen auch durch die sonst verschlossenen oberen Geschosse und den mittelalterlichen Wehrgang. Der durchgehende Getränkeausschank des Forums Zehntscheuern im Erdgeschoss bietet Gelegenheit zum Verweilen.
Die Eingangstür zum mittelalterlichen Storchenturm an der Hauptstraße 57 steht von 15 bis 17 Uhr offen. Über 85 Stufen geht es hoch zur Turmstube, wo sich eine großartige Aussicht auf Gernsbach und die umliegenden Berge eröffnet. Eine kleine Schau befasst sich mit der Geschichte des Wehrturms und seinen heutigen tierischen Bewohnern.
Der Turnverein Obertsrot bewirtet von 13.30 Uhr bis etwa 18 Uhr das Kirchl an der Obertsroter Str. 5. Hubert Götz startet von hier um 14 Uhr seine historische Dorfbegehung.
Markante Fachwerkhäuser, ein idyllischer Innenhof, schaurige Sagen und verwinkelte Gassen vermitteln eine heimelige Atmosphäre. In der ehemaligen Volksschule darf Schulluft geschnuppert werden, und das Motto des Denkmaltags „Netzwerke“ führt zu der Frage, wie in der Vergangenheit Informationen weitergegeben wurden. Für den zweistündigen Rundgang wird gutes Schuhwerk empfohlen.
Das ehemalige Gemeindesägewerk an der Kaltenbronner Straße beherbergt seit 1990 das Waldmuseum Reichental. Es beleuchtet anschaulich die frühere Waldnutzung durch die Dorfbewohner. Der Arbeitskreis Waldmuseum heißt Besucherinnen und Besucher von 14 bis 18 Uhr willkommen.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
