
Feuerwehr Gernsbach: Erfolgreiche Tunnelübung
Die großangelegte Tunnelübung der Freiwilligen Feuerwehr Gernsbach unter Beteiligung weiterer regionaler Feuerwehren und Organisationen konnte plangemäß durchgeführt und mit Erfolg abgeschlossen werden.
Der Tunnel an der B 462 ist 1.527 Meter lang. Wenn es dort brennt, zählt jede Sekunde. Zur Prüfung der Einsatzplanung und -taktik ließ die Feuerwehr am vergangenen Sonntag den Tunnel sperren und eine großräumige Umleitung einrichten. Neben den Gernsbacher Abteilungen beteiligten sich die Feuerwehren der regionalen Tunnelstädte Baden-Baden und Rastatt an der Übung. Die Feuerwehren Weisenbach und Gaggenau stellten derweil den Grundschutz für die Stadt und unterstützte mit Sicherungsmaßnahmen rund um den Tunnel.
Dennis Reiser, Kommandant der Gernsbacher Gesamtwehr, zeigte sich am Ende zufrieden: „Unser Ziel, die Zusammenarbeit und Kommunikation untereinander zu trainieren, wurde erreicht. Gleichzeitig konnten wir feststellen, wo noch Handlungsbedarf besteht. Nun können wir die Optimierung angehen. Im Ernstfall sind wir so für einen schnellen und sicheren Einsatz gewappnet.“
Das Übungsszenario hatte Kommandant Reiser zusammen mit seinem Team entworfen: Im Tunnel kam es zu einem Unfall zwischen zwei Kleintransportern. Ein Fahrzeugführer war schwer verletzt, eines der Fahrzeuge geriet in Brand. Das Ereignis wurde über die Verkehrsüberwachung des Tunnels erkannt; die Feuerwehr Gernsbach wurde durch die Leitstelle Mittelbaden alarmiert. Zwischenzeitlich erreichten auch mehrere Notrufe aus dem Tunnel die Leitstelle. Gemeldet wurden in beiden Fahrtrichtungen betroffene Fahrzeuge und Insassen. Eine Rauchausbreitung war deutlich erkennbar. Die Einsatzplanung schickte eine Einheit der Gernsbacher Wehr sofort zum Unfallereignis, weitere Einsatzkräfte aus Gernsbach gelangten über die Rettungstreppenhäuser in den Tunnel.
Sie begannen sofort mit der Erkundung in beiden Fahrtrichtungen. Schnell verschafften sie der Einsatzleitung ein genaues Bild von der Lage im Hinblick auf Verletzte und Brandentwicklung. Die Einsatzleitung wies die anrückenden Einheiten aus Baden-Baden und Rastatt ein und gab den Einsatzauftrag zur Menschensuche und -rettung. Dazu fuhren die Einsatzkräfte über die Tunnelportale Süd und Nord ein und gingen dann zu Fuß in die Tunnelröhre vor. Neben den beiden verunfallten Kleintransportern standen im Tunnel noch weitere acht Fahrzeuge, darunter ein Linienbus, ein Fahrzeug für Rollstuhltransport sowie zwei Gefahrgut-Lkws.
Zehn Statisten und vier Dummys stellten die neun verletzten und fünf unverletzt beteiligten Personen dar, die gerettet oder betreut und über die Rettungswege in Sicherheit gebracht werden mussten. Außerhalb des Tunnels stand hierfür der DRK-Ortsverband Gernsbach bereit, der mit zehn Einsatzkräften und drei Fahrzeugen vor Ort war. Ebenfalls nahm die Fachgruppe Information und Kommunikation mit den Einsatzleitwagen und die Bereitschaftsleitung des DRK-Kreisverbands teil.
Insgesamt beteiligten sich 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK an der Übung. Bürgermeister-Stellvertreter Dirk Preis war für die Stadt Gernsbach als Beobachter vor Ort. Er zeigte sich beeindruckt von der Gesamtleistung: „Ich habe großen Respekt vor der Professionalität der Einsatzleitung und aller beteiligten Einsatzkräfte. Die Übung stellte eine große Herausforderung dar, die mit Bravour gemeistert wurde. Die Stadt Gernsbach kann sehr stolz sein auf ihre Freiwillige Feuerwehr“, betonte er.
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