
Einigung mit Schwimmbadvereinen erzielt:
Weichen für den Erhalt der Stadtteilbäder Obertsrot und Reichental gestellt
Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen hat sich die Stadtverwaltung Gernsbach mit den Schwimmbadvereinen in Obertsrot und Reichental auf die wesentlichen Rahmenbedingungen für eine Übernahme der Stadtteilbäder durch die Vereine verständigt.
Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, um den Betrieb der Freibäder auch über das Jahr 2026 hinaus zu sichern. Mit dem Schwimmbadverein Lautenbach dauern die Gespräche noch an.
Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung am 27. Juli über eine Konkretisierung des Beschlusses zum Zukunftspaket Gernsbach 2030 beraten. So schlägt die Verwaltung dem Gemeinderat vor, die beiden Schwimmbadvereine künftig mit einem jährlichen Betriebssachkostenzuschuss zu unterstützen. Dieser soll sich auf die Freibäder Obertsrot (56.500 Euro) und Reichental (38.500 Euro) verteilen.
Darüber hinaus soll geprüft werden, ob die Badewasserchlorung in den Freibädern Obertsrot und Reichental technisch umgerüstet werden kann, um den künftigen Betrieb des Bades für die Vereine zu erleichtern.
Mit der Übernahme des Badebetriebs gehen die Betriebshaftung sowie das wirtschaftliche Risiko auf die jeweiligen Vereine über. Im Gegenzug kann die Stadt ihre laufenden Personal-, Verwaltungs- und Bewirtschaftungskosten deutlich reduzieren. Die Zuschüsse orientieren sich an den durchschnittlichen Betriebssachkosten der vergangenen Jahre und sollen den Vereinen einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen. Gleichzeitig bleibt der Grundsatz des Zukunftspakets bestehen: Weitere Zuschüsse, etwa für Personal, Unterhaltung oder Investitionen, sind über die bestehende Vereinsförderung hinaus nicht vorgesehen.
Bürgermeister Julian Christ betont: „Auch wenn für die Verträge noch einige Details zu klären sind – uns war es wichtig, frühzeitig Klarheit für die Badesaison 2027 zu schaffen. Die nun erzielte Einigung gibt den Vereinen die notwendige Planungssicherheit, um die Übernahme des Badebetriebs für die Saison 2027 sorgfältig vorbereiten zu können. Ich danke den Vereinen aus Obertsrot und Reichental für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“
Kämmerer Benedikt Lang prognostiziert für das vorliegende Modell eine jährliche Entlastung des Stadthaushalts von 210.000 EUR. Der vorliegende Kompromiss ist eine gute Grundlage, um die Stadtteilbäder auch künftig als wichtige Freizeit- und Begegnungsorte zu erhalten und gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten.
Der finale Beschluss über den Betriebssachkostenzuschuss fällt in der Gemeinderatssitzung am 27. Juli.
