Übernahme der Ortsteilbäder durch Vereine: Rathaus bietet Kompromiss an

Die Zukunft der drei Gernsbacher Ortsteilbäder nimmt konkrete Formen an. Nachdem erste Schwimmbadvereine großes Interesse an einer Übernahme der Freibäder in den Ortsteilen signalisiert haben, soll der Gemeinderat in seiner Sitzung am 27. Juli die wesentlichen Eckpunkte für einen künftigen Betrieb der Freibäder in Vereinsregie beschließen.

Mit dem Beschluss erhalten die Vereine frühzeitig die notwendige Planungssicherheit, um die Übernahme der Ortsteilbäder ab dem Jahr 2027 vorbereiten zu können.

Die Stadtverwaltung schlägt vor, die Vereine dauerhaft finanziell zu unterstützen.

Vorgesehen sind jährliche Betriebssachkostenzuschüsse in Höhe von insgesamt 77.000 Euro. Diese verteilen sich auf die Freibäder Lautenbach (15.000 Euro), Obertsrot (40.000 Euro) und Reichental (22.000 Euro). Die Zuschüsse wurden nach einheitlichen und sachgerechten Kriterien ermittelt und sollen einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb der Bäder ermöglichen.

Ergänzend soll geprüft werden, ob eine Umrüstung der Badewasserchlorung in den Freibädern Obertsrot und Reichental sinnvoll ist. Ziel ist es, den Vereinen die Übernahme des Betriebs zu erleichtern.

Mit der Übernahme des Badebetriebs durch die Schwimmbadvereine zum 01.01.2027 gehen die Betriebshaftung, die Verkehrssicherung sowie das wirtschaftliche Risiko auf die jeweiligen Träger über. Im Gegenzug gewährt die Stadt einen Betriebssachkostenzuschuss. Damit entlastet das neue Modell den städtischen Haushalt nachhaltig: Nach vollständiger Umsetzung werden Einsparungen von jährlich mehr als 250.000 Euro, insbesondere bei Personal- und Bewirtschaftungskosten, erwartet.

Bürgermeister Christ hierzu: „Wir hören als Rathaus zu und nehmen wahr, dass die Schwimmbadvereine bereit sind, mehr Verantwortung zu tragen. Diese Bereitschaft wollen wir unterstützen und zügig Planungssicherheit schaffen. Denn nur so können wir die Bäder als Begegnungsorte erhalten.“