Rückblick auf Rathaussturm und Narrengericht

Eine Gruppe verkleideter Personen auf der Rathaustreppe
Fotos: Stadt Gernsbach 

Vom Dauerregen unbeeindruckt stürmten Gernsbacher Fastnachtsgruppen am Schmutzigen Donnerstag pünktlich um 11.11 Uhr das Rathaus, das sich unter dem Motto „Schwarzwald“ präsentierte. 

Die Hexen von der Bleich entführten Bürgermeister Christ auf die Rathaustreppe. Unterstützt von vielen großen und kleinen Fastnachtern, die sich unter bunten Schirmen auf dem Rathausplatz versammelt hatten, forderten sie ihn lautstark auf: „Schlüssel her, Schlüssel her, du net, wie wenn's deiner wär“. Trotz heftiger Gegenwehr entrissen sie dem Stadtoberhaut den Schlüssel und damit die Amtsmacht über die fünfte Jahreszeit.

Das Gernsbacher Prinzenpaar Alexia I. und Luis I. sowie Ober-Waldschädder Armin Wild eröffneten das Narrengericht. Tapfer verteidigte sich Bürgermeister Christ gegen die vier Anklagepunkte der Bleichhexen, seiner Strafe entging er dennoch nicht. So musste er das närrische Joch tragen. Außerdem wurde er dazu verurteilt, bei einem Heimspiel des FCG auf dem Sportplatz an der Obertsroter Landstraße das Grillen der Stadionwürste zu übernehmen.

eine fastnachtlich gekleidete Musikgruppe

Das närrische Programm bereicherten die Bleichhexen, die ihr diesjähriges Motto „Sichere Radwege für alle“ mit einem Song und einem Radparcours vorstellten. Letzteren bewältigte Bürgermeister Christ tadellos und erhielt dafür das „Radfahrwegtauglichkeitsdiplom“ der Bleichhexen. Den krönenden Abschluss bildete der „Stadthalle-Stommdisch“ mit Livemusik und Showeinlagen, die die Lachmuskeln des Narrenvolks kräftig strapazierten. 

Zum rundum gelungenen Vormittag trugen die Bewirtungsstände des Fördervereins der KiTa Fliegenpilz und von Optik-Knapp bei.