Original Weinbrenner-Obelisk vom Metzelbrunnen als Leihgabe in der Hauptstraße

(c)Stadt Gernsbach

Nach dem verheerenden Brand in der historischen Gernsbacher Altstadt im Jahre 1798 wurde der Karlsruher Architekt Friedrich Weinbrenner mit der Planung des Wiederaufbaus beauftragt.

Zerstört worden war die gesamte obere Altstadt ab dem Kornhaus. Weinbrenner meisterte diesen Auftrag mit Bravour. Er verstand es, innerhalb kürzester Zeit einen belastbaren Plan zu erstellen, der diesen neuen modernen und damit weniger feuergefährdeten Teil der Stadt ohne Brüche mit dem bestehenden Bereich zu verbinden und darüber hinaus auch alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, so dass gemeinsam mit den Behörden und der Bevölkerung und innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens die Herausforderung gemeistert werden konnte.
 
Mittelpunk der neuen ‚Altstadt‘ war der Metzelbrunnen auf dem Metzgerplatz mit dem markanten Obelisk aus Sandstein, der nach den Entwürfen Weinbrenners entstanden sein dürfte. Bei der Renovierung des Metzelbrunnens im Jahr 2015 stellte sich heraus, dass der Obelisk erhebliche Schäden aufwies. Er wurde deshalb durch eine Nachbildung ersetzt und das Original bei der Stadt Gernsbach eingelagert.

Auf Initiative der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft und des Arbeitskreises für Stadtgeschichte konnte jetzt der Obelisk als Leihgabe in den Räumlichkeiten des Gernsbacher Architekten Bernd Säubert in der Hauptstraße 28/30 im ‚Schaufenster‘ eine neue Heimat finden und so auch für alle Besucherinnen und Besucher der Gernsbacher Altstadt sichtbar gemacht werden.

Derzeit finden weitere Gespräche zwischen der Stadt Gernsbach und dem Arbeitskreis für Stadtgeschichte statt, um eventuell in Form eines Lapidariums den Obelisk und weitere Steinwerke zur Gernsbacher Stadtgeschichte der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können.