Startschuss für den Umbau der Jahnstraße 7 in Kinderkrippe

Kindergartenbedarfsplan 2019/2020 zeigt Handlungsbedarf

Symbolfoto pixabay.

Der Kindergartenbedarfsplan für das Jahr 2019/2020 macht deutlich, dass die Nachfrage an Betreuungsplätzen für 31 Kindergartenkinder und für 35 Kinder im Krippenalter (unter drei Jahren) das vorhandene Angebot übersteigt. Der Gemeinderat nimmt den Kindergartenbedarfsplan in der aktuellen Sitzung einstimmig an.

Ebenfalls einhellig stimmt das Gremium der Umsetzung der geplanten Baumaßnahme in der Jahnstraße 7 zu und gibt damit das Startsignal zum Umbau des städtischen Gebäudes. Hauptamtsleiter Thomas Lachnicht führt dazu aus: „Der dringende kurzfristige Bedarf an zwei Krippengruppen lässt sich an dieser Stelle kurzfristig und kostengünstig decken. Das Gebäude ist in einem guten Zustand, liegt zentral und verfügt über eine große Außenfläche.“ Die Kosten für die außerplanmäßige Maßnahme werden mit 460.000 Euro veranschlagt. Ein Neubau würde wesentlich höhere Kosten verursachen und zu viel Zeit bis zur Fertigstellung in Anspruch nehmen.
 
Die Stadt Gernsbach arbeitet konsequent daran, ihrer Verpflichtung zur Schaffung von ausreichenden Betreuungsplätzen nachzukommen und dem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Neben der steigenden Geburtenrate ist die Zunahme von Kindern durch Zuzüge zu erwarten, beispielsweise in den neuen Baugebieten. Immer mehr Familien benötigen ein Ganztagsangebot und Kleinkindbetreuung. Unterschiedliche Angebote in den verschiedenen Einrichtungen sollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.
 
In jüngster Vergangenheit wurden viele Maßnahmen zur Verbesserung des Betreuungsangebots getroffen. So wurde Anfang des Jahres mit dem ‚Ameisennest‘ eine Krippengruppe in der Otto-Hahn-Straße eingeweiht, der Waldkindergarten SpielWald wurde aktuell um eine Kindergartengruppe erweitert. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus beim Kindergarten Fliegenpilz stehen eine weitere Kindergartengruppe und drei Krippengruppen zur Verfügung.
 
Zusätzlich zu den dadurch entstanden Bau- und Sanierungskosten erhöhen sich die Kosten im personellen Bereich. Um die Kostensteigerung etwas abzufedern, stimmt der Gemeinderat mit großer Mehrheit der Anpassung der Elternbeiträge. An der Reduzierung der Beiträge für Alleinerziehende wird festgehalten.