Bei hohen Temperaturen auf Wasserentnahme verzichten

Blick von der Murginsel (c)  Stadt  Gernsbach

Vor allem im Sommer sind Flüsse und Bäche durch Hitze und geringe Niederschlagsmengen erhöhten Belastungen ausgesetzt. Auch die Pflanzen- und Tierwelt leidet darunter. Deshalb bittet die Stadtverwaltung um Rücksicht bei der Wasserentnahme.

Hohe Lufttemperaturen und geringe Regenfälle im Sommer lassen die Wasserstände der Fließgewässer stark abnehmen. Manche Bäche werden dadurch zu dünnen Rinnsalen – mit der Folge, dass die darin lebenden Tierarten stark in ihrem Bestand gefährdet sind.

Niedrige Wasserstände werden in den Sommermonaten oft von überdurchschnittlich hohen Wassertemperaturen begleitet. Diese können bei gleichzeitiger organischer Belastung des Gewässers zu erhöhter Sauerstoffzehrung und damit zu Sauerstoffdefiziten im Fließgewässer führen und die Gefahr des Fischsterbens erhöhen. Bei Niedrigwasser und erhöhten Temperaturen sollte daher auf die Wasserentnahme aus Fließgewässern verzichtet werden.

Das Schöpfen von Wasser aus Fließgewässern ist als Gemeingebrauch grundsätzlich erlaubt. Für Zwecke der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau darf im Rahmen des Gemeingebrauchs ebenfalls Wasser in geringer Menge entnommen werden. Überschreitet die Wasserentnahme die für den Gemeingebrauch erlaubte geringe Menge, wird eine spezielle wasserrechtliche Erlaubnis des Landratsamts Rastatt benötigt. Der Gemeingebrauch berechtigt nicht, das Gewässer aufzustauen, Vertiefungen der Gewässersohle herzustellen oder Veränderungen am Ufer vorzunehmen, um bequem ans Wasser zu gelangen.

Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung darum, Rücksicht auf Fauna und Flora zu nehmen und besonders bei hohen Sommertemperaturen und Niedrigwasserstand auf die Wasserentnahme zu verzichten.