Naturparkschule Hilpertsau auf Entdeckungstour

Die Wiese lebt

Sumbolbild pixabay.

Mit großer Spannung erwarteten die Erstklässler der Naturparkschule Hilpertsau mit ihrer Klassenlehrerin ihr erstes Modul: Mit Hilfe der bestückten Entdeckerwesten sollten sie im Reichenbachtal am Wegesrand und auf einer Wiese die Tier- und Pflanzenwelt erforschen dürfen.

Zuerst aber lernten sie im Klassenzimmer alle dazu notwendigen Utensilien kennen, die ihnen Umweltpädagogin Manuela Riedling genau erklärte.
Auch der achtsame Umgang mit den Kleinlebewesen wurde anhand eines empfindlichen Papierballes, der unversehrt im Kreis weitergegeben werden musste, geübt. Eine Delle bedeutete: Tier ist tot.
 
Im Reichenbachtal angekommen, lernten die Kinder fünf typische Wiesenpflanzen mit Hilfe eines Memorys kennen. Nachdem Taubnessel, Hahnenfuß, Labkraut, Ehrenpreis und Wiesenkerbel eine Minute angeschaut werden durften, galt es sie zu sammeln. Im anschließenden Gespräch wurden die Besonderheiten besprochen und Aussehen und Namen in Bezug gebracht. Auch den Unterschied zwischen Gräsern, die vom Wind bestäubt und den Blütenpflanzen, die von den Bienen besucht werden, lernten die sehr aufmerksamen Erstklässler kennen.
 
Danach marschierten alle zu einer Wiese am Waldrand, wo mit Hilfe der Insektensauger und der Becherlupen Tiere und Pflanzen betrachtet und bestimmt wurden. Erstaunlich wie geschickt die kleinen Forscher die Geräte einsetzten und welch große Freude beim Anblick von Käfern und Spinnen unter den Lupen auf den Gesichtern zu sehen war. Auch einen dicken Regenwurm nahmen die Mädchen und Jungen ohne Scheu in die Hand und reichten ihn weiter. Manuela Riedling unterstützte mit Erläuterungen, Bildern und Bestimmungstafeln das Benennen und Unterscheiden von Rüsselkäfer, Jagdspinne, Feuerwanze und Co.
 
Gerne hätten die Kinder diesen faszinierenden Lebensraum, in dem so viele Pflanzen- und Tierarten zu Hause sind, noch weiter erforscht, aber im anschließenden Sachunterricht werden sie dazu noch viel mehr erfahren und lernen.