Spatenstich für Gewerbe und Wohnen in der Schwarzwaldstraße

Tagespflege für alte und demenzkranke Menschen

Spatenstich für die Tagespflege an der Schwarzwaldstraße.
V.l.n.r.: Gregor Daumel, Sparkasse Gernsbach, Tobias Wüst und Murat Karadag, ABCE GmbH, Bürgermeister Julian Christ, Stadtbaumeister Jürgen Zimmerlin.

Im August 2018 reichte der Bauträger - die Firma ABCE - den Bauantrag ein. Mit dem jetzigen Spatenstich geht es nun für das erste von zwei Gebäuden für das Projekt der an der Schwarzwald- /Eisenlohrstraße in die konkrete Bauphase. Die seit Jahren ungenutzte Gewerbebrache wird mit einer Mischung aus Wohnanlage und Gewerbe aufgewertet.

Das Plangebiet liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Rechte Murgseite“ und wurde ursprünglich als gewerblich zu nutzende Fläche ausgewiesen. Die Lage am Schnittpunkt der Schwarzwald- mit der Eisenlohrstraße, unmittelbar gegenüber des Bahnhof-Areals gelegen, ist geprägt durch eine heterogene Mischung aus Gewerbe, Wohnbauflächen und gemischt genutzten Flächen. Gleichzeitig liegt das Areal damit an einer Art Nahtstelle zwischen „Vorstadt“ mit einer hauptsächlich gewerblich orientierten Nutzung und „Kernstadt“ mit einer Nutzungsmischung aus Wohnen und gewerblich genutzten Flächen.
 
Jürgen Zimmerlin, Gernsbacher Stadtbaumeister, sieht in dem Projekt, das Wohnen und Gewerbe möglich macht, ein gutes Signal für Gernsbach: „Gerade in der heutigen Situation am Wohnungsmarkt ist es richtig und wichtig, als Stadt Nachverdichtung möglich zu machen. Die Herausforderung - Wohnen und Gewerbe auch aus Lärmschutzgründen zu vereinbaren - ist hier Dank der entsprechenden Regelungen gut gelöst worden.“
 

Das Plangebiet selbst war in seiner Oberfläche nahezu vollständig versiegelt, der Grünflächenanteil war unterdurchschnittlich gering. Dies soll nun durch entsprechende Begrünung aufgelöst werden. Da durch den Planentwurf keine zusätzlichen Öffentlichen Stellplätze ausgewiesen werden und im angrenzenden Plangebiet aus städtebaulicher und verkehrlicher Sicht bereits Schwierigkeiten vorhanden sind, den dort anfallenden ruhenden Verkehr zu bewältigen, liegt die Stellplatzverpflichtung bei 1,5 Stellplätze je Wohneinheit, die größer 40 m² ist.

Bürgermeister Julian Christ betont abschließend, dass dieses Bauprojekt nicht nur aus städtebaulicher Sicht ein großer Gewinn für Gernsbach ist: „Durch die Schaffung von barrierefreiem und altersgerechtem Wohnen und durch das Angebot einer ambulanten Tagespflege der Gernsbacher Sozialstation für alte und demenzkranke Mitbürger - wird eine Lücke bei der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen geschlossen und stärkt die Lebensqualität für die Senioren und deren Angehörige in unserer Stadt.“