Wir verlassen Kappelrodeck in südlicher Richtung. Entlang der Weinstraße geht es, vorbei am Bildstock "St. Nikolaus von Myra" (1789) aus dem Ort hinaus. Nach kurzem Anstieg genießen wir den Blick auf Kappelrodeck und Schloss Rodeck. Auf dem Weg erblicken wir ein kleines Wunder, wie es nur die Natur erschaffen kann: hier wächst am Wegesrand eine Birke, die sich auf einer Esskastanie angesiedelt hat. Weiter führt uns unsere Wanderung nach Waldulm, das mit seinen idyllischen Fachwerkhäusern und Vorgärten schöne Fotomotive bietet. Vorbei an Bildstöcken wandern wir nun stetig bergauf durch die herrliche Reblandschaft.
Am Ringelbacher Kreuz, einer markanten Kuppe, überqueren wir die Badische Weinstraße. Es folgt nun eine längere Waldpassage, vorbei an der Waldköpflehütte. Nachdem sich der Wald gelichtet hat, bietet sich uns ein weiterer schöner Ausblick über Oberkirch. Auf einem Panoramaweg entlang des Weinlehrpfades gelangen wir schließlich zur „Fatima-Kapelle“, die hier 1962 an aussichtsreicher Stelle erbaut wurde. Steil bergab wandern wir an einem markanten Wegekreuz vorbei, das von Rebleuten als Dank und Erinnerung für den reichen Weinsegen der Jahre 1837 und 1853 hier erbaut wurde. Kurz danach erreichen wir schließlich Oberkirch, das jede Menge Einkehrmöglichkeiten bietet und auch kulturell mit seinem historischen Altstadtkern und dem „Heimat- und Grimmelshausenmuseum“ reizt.
Von Oberkirch wandern wir über die Bahngleise am Zollamt vorbei, das als „Schnapsamt“ für über 7000 Brennereien in der Ortenau zuständig ist. Wir überqueren die Rench und erreichen bald die Anhöhe des „Fürsteneck“, wo uns ein Denkmal an die letzten Tage des 2. Weltkrieges erinnert. Dem Abstieg zum „Froschhof“ schließt sich sogleich ein weiterer Anstieg in Richtung Maisenbühl an. Nach der Judas-Thadäus-Kapelle gelangen wir bald an die Wallfahrtskapelle „Sankt Wendelin“, wohin alljährlich am Wendelinusfest im Oktober eine große Reiterprozession von Nußbach aus führt. Nach einer kurzen Waldpassage genießen wir auf Panoramawegen die Ausblicke ins Rheintal. Am „Schwarzen Kreuz“ wandern wir schließlich noch einmal durch ein kurzes Waldstück, bevor wir das Schloss aufragen sehen. Hier lohnt sich ein kurzer Abstecher hinauf zum Schloss Staufenberg. Dort erwartet uns ein herrlicher Rundblick und wir können uns auf der Panoramaterrasse bzw. der Wein- und Vesperstube eine Rast mit Einkehr gönnen.Am 1. Augustwochenende findet dort auch das weit über die Grenzen hinaus bekannte Burgfest statt.
Ein steiler Abstieg führt uns schließlich über den Burgweg hinunter in den Weinort Durbach. Dort gibt es zahlreiche Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten von der gemütlichen Weinstube bis zum Gourmetrestaurant.
Etappenlänge: 23 km
Gehzeit: ca. 5 Std.
Informationen:
Tourist-Information Kappelrodeck , Telefon 07842 80210
Tourist-Information Oberkirch, Telefon 07802 706685
Tourist-Information Durbach , Telefon 0781 42153
zu sehen ist das Burgfest auf Schloss Staufenberg - Alle Fotos © Tourist-Information Durbach