Schloss Eberstein
Wer vom Pavillon auf dem Husteinfelsen auf einem sonnigen Weg zum Schloss gelangen möchte, folgt dem bereits begangenen Weg weiter nach Obertsrot und wählt beim nächsten Wegweiser die Richtung Schloss Eberstein. Damit gelangt man über die Kastanienhalde und durch den angelegten Weinberg zum Ziel.
Bleibt man auf dem Sagenweg, so erreicht man ebenfalls das Schloss Eberstein, indem man den Pfad, auf dem man zum Husteinfelsen gelangte, bis zur letzten Abzweigung, dem Wachtelweg, zurückgeht. Von dort geht es in kleinen Serpentinen hoch zum Schloss.
Überall entlang des Weges finden sich schöne Aussichten auf Obertsrot und Hilpertsau. Ein paar Schritte weiter und man steht bereits vor der unteren Schlossmauer. Vorbei an seltenen Zierbäumen und -gehölzen geht es hinauf zum Eingang in den Schlosshof.
Vom Grafensprung aus benötigt man etwa 20 Minuten zum wichtigsten Bauwerk entlang des Gernsbacher Sagenweges, dem Schloss Eberstein.
Seit Mitte des 13. Jahrhunderts grüßt Schloss Eberstein ins Talh hinunter. Nach dem Aussterben der Ebersteiner 1660 ging der Besitz in die Markgrafschaft Baden über, heute ist es in Privatbesitz. Vom Architekten Friedrich Weinbrenner wurde das Schloß im 19. Jahrhundert grundlegend renoviert, bis es nach 1829 sein heutiges Aussehen erhielt.
Vom Schloss aus hat man eine herrliche Aussicht ins mittlere Murgtal. Diese entschädigt für den teils anstrengenden Aufstieg zu dem markant gelegenen Kulturdenkmal.
Voraussichtlich ab dem Sommer 2004 erwartet den hungrigen Wanderer wieder ein Burgschänke mit Aussichtsterrasse.
Reich ist der Sagenschatz rund um Schloss Eberstein und das daraus stammende Grafengeschlecht der Ebersteiner. Da gibt es Helden wie den wagemutigen Wolf von Eberstein, den Klosterstifter Bertold oder den liebestollen Wolfheiner.
Überliefert ist auch die Sage, wie die Ebersteiner zu ihrem Wappen kamen. Nach dem Überbringen einer wichtigen Botschaft des Kaisers nach Rom erhielt der Graf von Eberstein vom Papst eine Rose aus glänzendem Gold. Als der Graf auf sein Schloss zurückkam, erwachte die Rose zum Leben und gedieh prächtig. So fand die Rose Eingang in sein Wappen.
Wer hier bereits seine Wanderung beenden möchte, kann in Richtung "Am Schlossberg" durch die Reben hinunter nach Obertsrot und bequem zum S-Bahn Haltepunkt gelangen.
Weitere Informationen zu Schloss Eberstein unter: http://www.schloss-eberstein.de