Erzgrube
Weiter geht der Weg Richtung Ochenskopfweg, Am Zehtacker und dort gleich rechts auf einem kühlen Grasweg zur Erzgrube. Nach etwa 400 Metern führt auf der linken Seite ein finsterer Felsenschlund zu einem kleinen Loch, das jedoch nicht sehr weit in den Berg hineinführt.
Die Erzgrube ist ein geheimnisvoller Platz, der mit der Geschichte der Zwerge vom Gernsberg sein literarisches Zeugnis erhielt. Der Stollen in diesem Gebiet des Gernsbergs gehört mit zu den Versuchen, die Erzvorkommen wirtschaftlich zu nutzen. Es wurden bereits in früheren Jahrhunderten im gesamten Murgtal Erzfunde ausgebeutet.
Aus alten Geschichten ist überliefert, dass hier der Eingang zu einem unterirdischen Palast der Erdmännlein sei, die im Innern des Gernsbergs einen großen Gold- und Silberschatz hüten. In vielfältigen Varianten sind die Geschichten der hier beheimateten Zwerge überliefert. So sei einst eine Hebamme von den Zwergen mit einem Taler entlohnt worden, der dafür sorgte, dass ihr niemals das Geld ausging.
Leider haben die Erdmännchen in der Vergangenheit ganze Arbeit geleistet. Der Stollen der Erzgrube kann aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden. Aber einen Blick hinein ist immer noch möglich.
Von der Erzgrube führt der Gernsbacher Sagenweg über den "Forlenkopf", das "Straßendenkmal", dem "Hambrechtbrunnen" und die "Schöne Aussicht" wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt bei der "Klingelkapelle".