30. Gernsbacher Puppentheaterwoche vom 16. – 24. März 2018 – Noch Karten erhältlich

Die Vorfreude steigt. Die alljährliche Puppentheaterwoche, ein Höhepunkt im Kulturkalender von Gernsbach, steht bevor und mit dem 30. Geburtstag der beliebten Veranstaltungsreihe feiert die alte Amtsstadt in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum.

Zwei Wochen vor Ostern öffnet sich am 16. März für eine Woche lang der Vorhang für „großes Theater auf kleinen Bühnen“ mit einem reichhaltigen Programm für ein generationenübergreifendes Publikum. Bühnen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland präsentieren an insgesamt 24 Vorstellungen die scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten des Puppentheaters, für die passionierte Fans seit vielen Jahren von weit her ins Murgtal anreisen. Die Jubiläumshighlights sind vielfältiger Art. Die Zuschauer erwartet neben den Kinder-, Gruppen-, Familien- und Erwachsenen-Vorstellungen ein Workshop sowie eine begleitende Ausstellung im Foyer der Stadthalle.

Kurz nach Vorverkaufsstart Anfang Februar waren bereits mehrere Veranstaltungen ausverkauft. Puppenspielfreunde und Interessierte können dennoch noch Karten für die folgenden Stücke erwerben.

Am Freitag, 16. März um 20 Uhr startet die Puppentheaterwoche mit dem Stück „Wilde Reise durch die Nacht“. Das Puppentheater Magdeburg nimmt die Zuschauer mit auf einen wilden Sinnestrip quer durch das zeichnerische Universium Gustave Dorés. Mit 12 Jahren ist Gustave eindeutig zu jung, um zu sterben. So macht er sich auf, um sechs scheinbar unlösbare Aufgaben zu bewältigen. Besteht er die Prüfungen, packt der Knochenmann die Sense wieder ein.

Am Sonntag, 18. März, präsentiert das marotte Figurentheater aus Karlsruhe das Kinderstück „Kuh Lieselotte“. Um 11:15 Uhr und um 15 Uhr können Kinder ab 4 Jahren die Kuh Lieselotte auf ihren Abenteuern mit der Bäuerin und dem Postboten Heiner begleiten. Anfangs eifersüchtig auf den Postboten Heiner, weil der sich so gut mit der Bäuerin versteht, merkt die Kuh Lieselotte, dass sie nun zwei dicke Freunde hat.  Um 19 Uhr verdichtet dann das Seifenblasen-Figurentheater das diesjährige Familienstück „Der Sturm“, eines der schönsten Shakespeare-Schauspiele, zu einem turbulent-zauberischen Theatererlebnis für Kinder ab 8 Jahren. Ein gewaltiger Sturm über einer kleinen Insel im Ozean wirft eine illustre Schar Schiffbrüchiger an Land – einen König, einen Herzog, einen Prinzen und einen Trinker. Entfacht hat den Sturm der Zauberer Prospero, durch Verrat mit seiner Tochter auf dieser Insel gestrandet. Mit Hilfe des Luftgeistes Ariel sieht er den Tag seiner magischen Rache gekommen.

Janoschs Kinderbuchklassiker „Die Fiedelgrille und der Maulwurf“ wird am Dienstag, 20. März  um 15 Uhr, spannend und liebevoll vom Figurentheater Hattenkofer inszeniert. Die kleine Grille begeistert den ganzen Sommer über alle Tiere auf der Wiese mit ihrer wunderbaren Geigenmusik. Aber als der Winter einbricht und der erste Schnee fällt, kuschelt sich jeder in sein eigenes Haus und knabbert an seinen Vorräten. Nur die Grille bleibt zurück und keiner ist bereit, ihr zu helfen. Da lädt der Maulwurf die Grille zu sich ein, sie kochen und die Grille macht Musik. Was für eine schöne Zeit.

Ein „schwarzes Schaf“ ist man nicht, man wird dazu gemacht. Auf dieser Erfahrung basiert die Geschichte vom Theater Laku Paka, die am Mittwoch, 21. März um 15 Uhr unterhaltsam zeigt, wie Konflikte in einer Herde entstehen und bewältigt werden können. In „Schwarze Schafe leben besser“ bebildern ausdrucksstarke Figuren,  ein wandlungsfähiger Schäferwagen  und fröhliche Mitmachlieder eine rasante Fabel für Kinder ab 4 Jahren. Am Ende steht fest: Alle Schafe sind klug – die einen vorher, die anderen nachher.

Am Mittwoch, 21. März erwartet Zuschauer ab 14 Jahren um 20 Uhr das Stück „Schlafes Bruder“, inszeniert vom Theatrium Figurentheater Dresden. Es ist die Geschichte eines Musikers, dessen ungewöhnliches Musikertalent nicht erkannt und extremes Menschsein nicht akzeptiert wurde, dessen ungewöhnliche Liebe sich nicht erfüllte und in die     Verweigerung jeglichen Schlafes bis zum Tode mündete, weil er erkannt zu haben glaubte: Wer schläft, liebt nicht.

Zwei kleine freche Mäuse und ein großer mächtiger Löwe, der seinen Mittagsschlaf hält. Zack, schon ist eine der Mäuse gefangen und baumelt über dem riesigen Mail des Löwen. Mit viel Witz und Selbstvertrauen überredet sie den Löwen, sie wieder frei zu lassen. Am nächsten Tag verletzt sich der Löwe. Ein Dorn steckt tief in seiner Pranke. Die tapfere Maus hört von seiner Not und beschließt ihm zu helfen. Wie sie das anstellt, das verrät das Theater Fithe am Donnerstag, 22. März um 15 Uhr im Stück „Der Löwe und die Maus“ für Kinder ab 4 Jahren.

Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus, aber mangels an Zement stürzt es wieder ein. Sie stecken knietief im Matsch, Champignons wachsen aus Ihrer feuchten Kleidung – das einzig Essbare weit und breit – und über Ihnen steht diese dunkle Regenwolke. Da sehen Sie auf einem Hügel in der Ferne hinter einer weißen Mauer einen alten Friedhof. Und Sie beschließen, auf die andere Seite zu gehen. Nicht so wie Sie jetzt denken. Es ist eine Geschichte über das Leben. Dem Ensemble Materialtheater ist mit dem Stück „Der Friedhof oder das Lumpenpack von San Cristóbal“ ein poetisch-beklemmender Beitrag zur Flüchtlingsdebatte gelungen, der am Donnerstag, 22. März um 20 Uhr in der Stadthalle Gernsbach gezeigt wird.

Am Freitag, 23. März, präsentiert die Hör- und Schaubühne Stuttgart das Stück „Aprikosenzeit“ für Kinder ab 6 Jahren. Während eines Gewitters entdeckt Gärtner Lavalle im Gartenhäuschen plötzlich einen vornehm gekleideten Herrn mit einem langen Bart – Conte Luigi, seines Zeichens Zwerg und äußerst schlecht gelaunt. Kein Wunder, liebt er doch des Zwergenkönigs Tochter Vanessa, die er aber nur heiraten darf, wenn er zuvor in der Menschenwelt ein Rätsel gelöst hat. Gelingt ihm dies nicht, kann er nie wieder zurückkehren ins Zwergenreichs und es passiert vielleicht sogar noch Schlimmeres!

Die Gernsbacher Puppentheaterwoche wird gefördert durch den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und von 21 Sponsoren aus und um Gernsbach unterstützt.

Alle Aufführungen finden in der Stadthalle Gernsbach, Badener Straße 1, statt. Nutzen Sie für die Anreise die Stadtbahn S8 und S81. Vom Haltepunkt Gernsbach-Mitte sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Aufführungsort. Für die Abendveranstaltungen können Sie ihren Sitzplatz bereits beim Kartenkauf wählen. Den Sitzplan finden Sie bei der jeweiligen Veranstaltung unter www.gernsbach.de/puppentheaterwoche im Veranstaltungskalender sowie im Programmheft.

Veranstaltungstickets erhalten Sie im Kulturamt der Stadt Gernsbach sowie  auch deutschlandweit im Vorverkaufsstellennetz von ReserviX oder bequem online unter www.reservix.de oder www.gernsbach.de. Sie können Ihre Tickets direkt nach Hause bestellen oder bei Bedarf sogar bequem sofort mit der print@home-Funktion ausdrucken.

Sie wollen kommen? Gerne! Weitere Infos, Gruppenvorstellungen, das Programmheft und die Eintrittskarten gibt es beim

Kulturamt Gernsbach
Igelbachstraße 11
76593 Gernsbach
Telefon 07224 644-44
Telefax 07224 644-64
E-Mail: kulturamt@gernsbach.de.
Das Programm steht auch zum Herunterladen im Internet bereit unter www.gernsbach.de/puppentheaterwoche