Jahresbericht Katz’scher Garten 2017

Neuanschaffungen bereichern das Kleinod an der Murg

Der wiederhergestellte Wasserspeierbrunnen ist zu einem beliebten Fotomotiv geworden. Foto: J. Illig.

Bei Öffnung des Katz’schen Gartens zu Frühlingsbeginn konnten die Besucher die neue Errungenschaft einer alten Dachspitze mit Drachen-Wetterfahne aus dem Jahre 1792 auf dem First des kleinen Gartenhäuschens betrachten. Diese Neuanschaffung stammt von einem alten Gebäude aus Gernsbach und wurde durch einen Gönner der Anlage dem Arbeitskreis Katz’scher Garten übergeben.

Am 29. April wurde der wiederhergestellte Wasserspeierbrunnen zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Dieter Knittel offiziell enthüllt. Bis in die 1950er Jahre plätscherte das Wasser aus dem Maul der mythischen Figur in das klassizistische Sandsteinbecken unweit des Gartenhauses. Danach wurde es still um den Brunnen. Die Steine wurden getrennt und an verschiedenen Positionen im Garten aufgestellt. Der Arbeitskreis Katz’scher Garten brachte die zwei Teile wieder zusammen und baute den Brunnen im Bereich des heutigen Bambusbeets neu auf. Dazu kam noch ein altes Sandsteinwaschbecken aus dem Familienbesitz der Gaststätte Brüderlin. Der Aufbau des Brunnens war mit viel Arbeit verbunden, schließlich mussten die Zuleitung und die Ableitung des Wassers eigens dazu in diesen Bereich gelegt werden. Der Brunnen ist mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv geworden.

Die Hexen von der Bleich machten es in einer feierlichen Hexennacht im September möglich, dass sich seither die Gartenbesucher auf der neu aufgestellten Hexenbank sehr bequem niederlassen können.
Beim Altstadtfest war man nun im dritten Jahr dem Regen ausgesetzt, weshalb die aufgestellten 1200 Illuminationsbecher der barocken Beleuchtung kurz vor dem Feuerwerk komplett ausgetauscht werden mussten, da die Becher mit Regenwasser voll gelaufen waren.
Da die erste Hälfte des Jahres viel zu trocken war, musste dies mit viel Gießen ausgeglichen werden. Ab August wendete sich das Blatt und es regnete bis zum Ende des Jahres überdurchschnittlich viel. Der Jahresniederschlag lag letztendlich bei 1245 Liter auf den Quadratmeter im mittleren Durchschnitt.

Über das Jahr halfen 21 Helfer mit 390 Arbeitsstunden, um das Kleinod zu pflegen und auf Vordermann zu halten. Dabei wurden auch im Herbst der Zaun zur Murg abgeschliffen und frisch gestrichen sowie die Bänke gereinigt und eingeölt.