Untersuchung zu PFC-Konzentrationen

Sogenannte Per- und Polyfluorierte Chemikalien (PFC) belasten Böden in Mittelbaden. Aufgrund der vielfältigen Anwendungen in Verbraucherprodukten hat allerdings jeder Mensch PFC im Blut. Eine Blutkontrolluntersuchung an zufällig ausgewählten Personen soll nun Aufschluss darüber geben, ob und in welchem Umfang sich durch die Bodenverunreinigungen zusätzliche Belastungen ergeben.

Die Untersuchung wird vom Landesgesundheitsamt in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Rastatt durchgeführt. Untersucht werden zufällig ausgewählte Einwohner im Alter von 30 bis 60 Jahren aus insgesamt neun Gemeinden im Landkreis Rastatt. Zu diesen zählt auch der Kernstadtbereich von Gernsbach, weil hier vor 2014 eine Exposition über das Trinkwasser gegeben war. Die Teilnahme an der Blutkontrolluntersuchung ist freiwillig. Es ist vorgesehen, die Untersuchung in den Jahren 2020 und 2023 zu wiederholen, um die Entwicklung der PFC-Konzentrationen zu beobachten und den zeitlichen Verlauf einzuschätzen.
Die ausgewählten Teilnehmer erhalten in nächster Zeit ein Anschreiben des Gesundheitsamtes mit der Bitte, an der Untersuchung teilzunehmen. Dazu soll ein Fragebogen über Ernährungsgewohnheiten und die persönliche Trinkwasseraufnahme ausgefüllt werden. Anhand einer Blutprobe werden PFC-Konzentrationen im Blutplasma bestimmt. Sämtliche Untersuchungsergebnisse und die Angaben im Fragebogen unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.