Bürgermeister Christ möchte Attraktivität der Altstadt steigern

Vorläufiger Abschluss der Markierung der Stadttore

Bürgermeister Julian Christ, Regina Meier (AK Stadtgeschichte), Stadtbaumeister Jürgern Zimmerlin und Dr. Irene Schneid-Horn (AK Stadtgeschichte) bei der fertiggestellten Pflastermarkierung für das einstige Obere Tor. Foto: Stadt Gernsbach.

„Mir liegt die Altstadt am Herzen“: Anlässlich des vorläufigen Abschlusses der Markierung der ehemaligen Stadttore hat sich Bürgermeister Julian Christ am Mittwoch grundsätzlich zur zukünftigen Gestaltung des historischen Stadtkerns geäußert. Christ kündigte an, in naher Zukunft mehrere Initiativen zu einer Aufwertung und Attraktivitätssteigerung der Altstadt in die Wege zu leiten.

Als konkretes Projekt nannte er die Verabschiedung einer neuen Gestaltungssatzung für die Altstadt zu Jahresbeginn. „Mir geht es darum, die bauliche Situation zu verbessern“, sagte er zur Begründung. Die historische Bausubstanz sei ein „Juwel“, das sich derzeit angesichts mancher Missstände Bürgern und Gästen „unter Wert“ präsentiere. Die bisherige Satzung gelte es daher auf die Höhe der Zeit zu bringen und gemeinsam mit dem AK Stadtgeschichte von Vorbildern aus anderen Kommunen, wie z.B. Ladenburg, zu lernen.

Dampf machen will Christ schließlich beim Thema Brückenmühle. „Die Situation ist nicht einfach, da das Gebäude in privater Hand ist“ merkte er hierzu an, „aber wir brauchen hier bald deutliche Fortschritte, denn das Gebäude ist das Eingangstor zur Altstadt.“

Die vor einem Monat begonnene Markierung der ehemaligen Stadttore im Straßenbelag ist jetzt zu einem vorläufigen Abschluss gekommen. Farbige Pflasterstreifen mit Granit- und Basaltsteinen zeigen nun an, an welcher Stelle einst das Färbertor, das Storrentor und das Obere Tor standen. Letzteres befand sich einst etwas unterhalb des Storchenturms, der als einziger der ehemaligen Türme der Stadtbefestigung bis heute erhalten geblieben ist. An dieser geschichtsträchtigen Stelle fand auch der Vor-Ort-Termin statt.

Christ dankte dem Arbeitskreis Stadtgeschichte für seine Initiative zur Sichtbarmachung der einstigen Zugänge in die Stadt. Ergänzt werden wird der Pflasterstreifen noch in Kürze durch Infotafeln, die den farbigen Straßenbelag verständlich machen.