Mehr blühende Vielfalt für Gernsbach – Mitarbeiter des Bauhofs besuchen „Natur nah dran“-Workshop

Zwei Mitarbeiter des Gernsbacher Bauhofs besuchten am Dienstag in Stutensee einen Workshop im Rahmen des Projektes „Natur nah dran“ für mehr biologische Vielfalt im Siedlungsraum. Gemeinsam mit Mitarbeitern aus weiteren „Natur nah dran“-Kommunen erhielten sie praktische Tipps zur Pflege von Grünflächen mit Wildstauden und Wildblumen.

Die Natur-nah-dran-Fläche an der Felix-Hoesch-Brücke. Foto: Stadt Gernsbach.

„Pflanzen wie die Rote Lichtnelke oder der Natternkopf sind sehr robust und benötigen wenig Pflege. Doch gerade zu Beginn sollte man auf einer naturnah bepflanzten Fläche darauf achten, dass sich weniger erwünschte Pflanzen nicht zu sehr ausbreiten“ sagt Projektleiter Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. „Es erfordert ein wenig Geduld, doch nach ein bis zwei Jahren erblüht auf den fachgerecht angelegten und gepflegten naturnahen Flächen ein artenreicher und sehr wertvoller Lebensraum für Blütenbesucher wie Mauerbienen, Bläulinge und Schwebfliegen und für samenfressende Vögel wie Grünfink und Bluthänfling.“

Gernsbach ist eine von zehn Städten und Gemeinden, die sich 2017 im landesweiten Projekt „Natur nah dran“ erfolgreich um eine Teilnahme beworben hatten. Das Kooperationsprojekt des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg (UM) unterstützt von 2016 bis 2020 jährlich zehn Kommunen mit je bis zu 15.000 Euro bei der Anlage naturnaher Grünflächen. In der Fördersumme sind auch Workshops für kommunale Bedienstete enthalten. Die Schulung in Stutensee war Teil eines solchen Trainings. Neben Gernsbach waren auch die Projektkommunen Hockenheim, Radolfzell, Rickenbach sowie Stutensee vertreten.

In den nächsten Wochen werden die fünf Gernsbacher Projektflächen gepflegt. Diese liegen vor der Von-Drais-Schule, an der Felix-Hoesch-Brücke, am Bahnhof, entlang der Gottlieb-Klumpp-Straße und in der Ortsmitte von Lautenbach. Hier sollen sich in den nächsten Jahren artenreiche Biotope entwickeln, die mit bunten Blüten zahlreichen Tieren Nahrung bieten und auch die Menschen erfreuen.