Stadt führt elektronisches Rats-Informationssystem ein

Schon seit einigen Monaten arbeitet die Stadtverwaltung mit Hochdruck an der Einführung eines elektronischen Rats-Informationssystems. Ziel ist es, künftig weitestgehend auf Papier zu verzichten und den Kommunalpolitikern und Verwaltungsmitarbeitern die erforderlichen Unterlagen für die Gemeinderats- und Ausschusssitzungen auf elektronischem Wege zur Verfügung zu stellen.

Dies spart nicht nur die oft aufwändigen Kopierarbeiten durch die Verwaltung und schont dadurch den Ressourcenverbrauch und damit langfristig auch das Stadtsäckel, sondern bietet vor allem auch für die Bürger die Möglichkeit, sich nun umfassend über die Sitzungen informieren zu können.

Die Umstrukturierung auf ein elektronisches System ist komplex. So mussten viele interne Verwaltungsabläufe und zahlreiche Vorlagen angepasst oder komplett neu gestaltet werden. Neu ist auch, dass Unterschriften und Freigaben künftig ebenfalls elektronisch erfolgen. Schulungen im Umgang mit der neuen Software haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus sowie die Stadträte fit für die Zukunft gemacht. Derzeit wird noch in einer Probephase zweigleisig gefahren. Ab Januar 2018 soll dann endgültig auf die Papiervariante der Ratsunterlagen verzichtet werden.

Bereits im Sommer wurden die Gemeinderäte mit modernen Tablets ausgestattet. Eine spezielle App gewährleistet einen sicheren Zugang zum elektronischen Gremiensystem, das neben einem Sitzungskalender sämtliche Beschlussvorlagen und Anlagen der Tagesordnungspunkte für die Entscheidungen zur Verfügung stellt. Vorlagen können auch individuell beschriftet und mit eigenen Notizen versehen werden. Mit der Firma SOMACOS aus Salzwedel konnte ein kompetenter Partner gefunden werden, der bereits in vielen Kommunen ein Ratsinfosystem betreibt. Zertifizierte Server und sichere Zugänge gewährleisten den Datenschutz und die Datensicherheit.

Mehr Transparenz durch Bürgerinfoportal

Seit Montag, 25. September, ist auch das Bürgerinfoportal auf der Internetseite der Stadt Gernsbach freigeschaltet. Unter www.gernsbach.de/bip erhalten alle Bürgerinnen und Bürger Zugang zu den öffentlichen Sitzungsunterlagen des Gemeinderates und der Ortschaftsräte. Sie können sich somit bereits im Vorfeld ausführlich über die Themen informieren, die im Gemeinderat behandelt werden. Nach den Sitzungen wird zeitnah ein Beschlussprotokoll über das jeweilige Abstimmungsergebnis veröffentlicht. „Damit kommen wir dem vielfach geäußerten Wunsch nach mehr Transparenz nach", freut sich Bürgermeister Dieter Knittel über die Einführung des Systems noch zum Ende seiner Amtszeit.