Etappe von Gernsbach nach Forbach
Etappenlänge: 24 km
Am Fuße des steilen Rumpelstein nimmt die Murgleiter am Portal ihren
Anfang. Gleich geht es hinauf zum Ehrenmal mit Blick auf die Murg und
die Altstadt der Flößerstadt Gernsbach, die auch Murgtalperle genannt
wird. Durch einen mit Douglasien, Esskastanien und Stechpalmen (Ilex)
besetzten lichten Wald führt der Weg auf dem so genannten Eberpfad Richtung Schloss Eberstein mit seinen Weinbergen und teilweise durch das „Arboretum“
mit über 300 verschiedenen Baumarten und –unterarten. Durch die Reben
geht es hinunter nach Obertsrot, über die Murg und gleich wieder hinauf
in den Rockertwald mit seinen bizarren Felsen, wo von der Elsbethhütte
und vom Dachsstein aus grandiose Blicke auf das Murgtal warten. Dort trifft
die Murgleiter auch die Gernsbacher Runde, einen weiteren Premiumweg,
der auf 42 Kilometern rund um Gernsbach führt.
Über einen schmalen Pfad, an der Fatima-Kapelle und an vielen Brennholzstapeln
vorbei gelangt der Wanderer ins schmucke Fachwerkdorf Reichental,
Gernsbachs höchstgelegener Ortsteil. Hier gibt es eine uralte Tradition
in und mit dem Wald, die sich im Themenweg „Natur und Geschichte pur“
sowie im Waldmuseum widerspiegelt,
das nach Anmeldung oder an Sonntagen besucht werden kann. Hier gibt es
auch Gelegenheit zur Rast. Danach führt der Weg wieder aufwärts,
durch das Brunnwiesental hinauf zu den Beckenfelsen und
den
Hohmisswiesen. Zum ersten Mal erlebt der Wanderer eines
der für das Murgtal so typischen Heuhüttentäler, Einwanderer
aus Tirol brachten diese Bauweise vor etwa 250 Jahren aus ihrer Heimat
mit. Durch unberührten Wald geht es über Weisenbacher Markung weiter zum
Latschigfelsen.
Gemeinsam mit dem Westweg geht es auf teils steilen, schmalen Pfaden hinab Richtung Gausbach. Der Abstieg endet im malerischen Kauersbachtal, einem der typischen Heuhüttenseitentäler des Murgtals. Vorbei an Stationen des Gausbacher Sagenwegs, verlassen wir das Kauersbachtal mit einem kurzen Aufstieg zum Langenberg. Streuobstwiesen, Ziegen- und Rinderweiden bilden die Kulisse auf diesem Panoramaweg bevor ein kleiner Pfad am Ortsrand hinunter zum Forbacher Bahnhof führt. Entlang der Murg geht es zur historischen Holzbrücke. Schon seit 1778 kann die Murg an dieser Stelle über eine solche Brücke überquert werden.
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